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Weihnachten für Leitungskräfte: Corona, Stress, Zeitdruck - warum positives Denken gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist

Eine positive Lebenshaltung macht uns in Krisenzeiten stärker und lässt uns diese meistern

 Was und wie kann ich selbst als Leitungskraft dazu beitragen, den Stress für mich wie für meine Mitarbeitenden zu senken und motiviert zu bleiben?

 

Kurz vor Weihnachten prallen in diesem Corona-Jahr stärker als sonst Herausforderungen, Stressfaktoren, unerfüllte Hoffnungen und Erwartungen aufeinander.

 

Ich lade Sie in in diesem BLOG zu einer Gedankenreise mit fünf Boxenstopps ein. Dabei erfahren Sie, wie Sie eine positive Sicht entwickeln können.

 

Der 2. Teil des BLOGS beschäftigt sich damit, wie es Ihnen gelingt durch eine positive Haltung und einen Perspektivenwechsel, Fehler, die im Arbeitsbereich gemacht wurden, aber auch Veränderungen leichter,  konstruktiver und erfolgreicher zu steuern.

 

Ganz nebenbei trägt eine authentische positive Grundhaltung auch zu einem

glücklicheren Arbeits-und Lebensgefühl bei. 


Herausforderungen, Widersprüche, Unsicherheiten ...

Prolog zu einem schwierigen Corona - Jahr kurz vor Weihnachten

Die Widersprüche zwischen den mit Weihnachten verbundenen Erwartungen und Gefühlen eines  frohen, hoffnungsvollen und für Viele auch gesegneten Weihnachtsfestes, stehen in diesem Jahr in einem besonderem Spannungsverhältnis zu den

von vielen Menschen aktuell erlebten Widersprüchen, Enttäuschungen und Sorgen, um eine sichere Zukunft.

Herausforderungen wie Corona, Flutkatastrophen, Schutzsuchende aus vielen Ländern, Manipulationen/ Bedrohungen in den sozialen Medien wie in der realen Welt verstärken dieses Gefühl. 

 

Verunsicherung führt zu einer Zunahme an Stress. Daraus können Gefühle von Überlastung, Hilflosigkeit, Schutzlosigkeit entstehen, die wiederum Ängste fördern. Der innere Kompass für die eigene Orientierung wird bei vielen Menschen beeinträchtigt. 

 

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich:

Aggression: Einige Menschen reagieren mit aggressivem und sich abgrenzenden Verhalten. Mit einer Art "Tunnelblick" beharren sie auf die eigene Sicht und Bewertung der Dinge. Dies führt bis hin zur Abwertung, Ausgrenzung oder gar Bekämpfung anders Denkender.

Rückzug: Andere ziehen sich durch Ängste oder eigenen Ohnmachtsgefühle zurück, geben auf, entwickeln Angststörungen, werden krank/depressiv und leiden unter Einsamkeit.

Rückgriff auf Ressourcen: Einigen gelingt es, auch in schwierigen Zeiten auf ihre Ressourcen zu vertrauen, gesund zu bleiben und Krisen zu meistern. Sie hören weiterhin Anderen zu, erklären sachlich und versuchen zu vermitteln. Sie engagieren sich in ihrem Beruf oder organisieren Hilfe (z.B. für Flutopfer), denken lösungsorientiert und gehen trotz vieler Unwägbarkeiten mit einer positiven Grundhaltung, Vertrauen und Zuversicht in das neue Jahr.


Wie wirkt sich die aktuelle Situation, gerade unter Corona - Bedingungen, auf Sie persönlich aus?

  • Welche Gedanken und Gefühle löst sie aus?
  • Wie ist es bei Ihnen, um die Balance zwischen negativen und positiven Gedanken bestellt?
  • Wie kann es Ihnen als Person und Leitungskraft gelingen, Schritt für Schritt eine positive und zuversichtliche Haltung zu entwickeln?

In meinem Beitrag möchte ich hierfür einige Gedanken aus der positiven Psychologie und Stressforschung  mit einfließen lassen. Diese spielen auch in meinen Coachings bei der Unterstützung meiner Coachees und Klienten/-innen eine Rolle, wenn es darum geht, ihre eigenen Ressourcen zu stärken, um Herausforderungen und Stress gelassener und konstruktiver zu bewältigen.

 

Laut der positiven Psychologie trägt eine positive Lebenseinstellung 

am Bestem zu einem gelingenden und glücklichen Leben bei. 

 

Dabei werden negative Gefühle von uns stärker erlebt als positive. Für ein negatives Gefühl braucht es laut Prof.  Barbara L. Fredrickson: "dreimal mehr positive Emotionen als negative: Das ist die wissenschaftlich erwiesene Formel, mit der man dauerhaft glücklich werden kann und sogar Krisen und Rückschläge unbeschadet übersteht". 


Einladung zur einer Gedankenreise mit fünf Boxenstopps

Erster Boxenstopp: Den Blick von mir weg auf Andere lenken

Die Zeiten sind gerade nicht einfach. Und ja, auch ich habe ein mulmiges Gefühl, was uns die nächsten Covid-Mutationen noch bringen werden und wie wir als Gesellschaft dies Alles bewältigen werden. Und natürlich müssen wir uns einschränken und Vieles, beruflich wie privat, immer wieder neu oder umplanen. Das ist manchmal nervig und erzeugt Stress. Versuchen wir  trotzdem den Blick einmal von uns Selbst zu lösen und schauen zeitlich zurück auf die Generationen vor uns oder auch nur auf andere Länder in der Gegenwart:

 

"Wenn ich z.B. selbst den Blick von mir weg und hin zu Anderen lenke, dann kann ich  trotz der gerade schwierigen Zeit, dankbar, glücklich und zuversichtlich sein: Ich darf ohne Krieg und Hunger leben, werde nicht verfolgt, habe ein zu Hause, kann mit einigen Abstrichen ganz gut Leben und erhalte trotz der Corona bedingten Einschränkungen noch Alles was ich zum Leben brauche, inklusiv ärztlicher Versorgung, Impfungen.... Dies und viele andere kleinen positiven Erlebnisse im Alltag (nette Klienten/-innen, ein erfolgreich abgeschlossenes Coaching, die Tasse Kaffee mit einer Freundin, hilfreiche Rituale (z.B. Plätzchen backen für Weihnachten) erzeugen positive Gefühle und glückliche Momente in schwierigen Zeiten!

 

Tipp: Fördern Sie gerade in schwierigen Zeiten Ihre Wahrnehmung von positiven Erlebnissen aktiv, indem Sie sich z.B. folgende Fragen stellen:

  • Was habe ich persönlich - trotz dieser Zeit - Schönes, Gutes, Freudiges erlebt?
  • Wofür kann ich persönlich dankbar sein?
  • Worüber bin ich sogar glücklich?
  • Welche Rituale geben mir halt und wie kann ich diese für mich einplanen?

Zweiter Boxenstopp: Was habe ich Selbst in der Hand, aus der jeweiligen Situation zu machen?

Positive oder negative Sicht?

 

Ich kann zu Situationen mit ihren Herausforderungen und zu meinem damit verbundenem Stress unterschiedliche Sichtweisen und Haltungen einnehmen und somit verschieden damit umgehen.

 

 Zu einem erheblichen Teil entsteht der Stress

auch in unserem Kopf/Gehirn!

 

Mentale Strategien können uns dabei helfen, unseren eigenen Stress zu reduzieren.

 

Es ist also bedeutsam, wie wir die Situation und unsere Fähigkeiten, diese zu bewältigen, selbst einschätzen. (Prinzip der Selbstwirksamkeit)

Mentale Strategien zur Stressreduktion in schwierigen Situationen

  • Realitätscheck vornehmen: Ich kann mich z.B. fragen, ob die Situation wirklich so schlimm/katastrophal ist, wie ich es sehe? Welche Tatsachen/Beweise gibt es dafür? Wie sehen Andere das? Welche weiteren Möglichkeiten gibt es noch, die Situation zu sehen oder zu erklären?
  • Orientierung an den positiven Konsequenzen: Wenn ich es schaffe, wie wird es dann sein? Wie werde ich mich dann fühlen? Wie reagieren Andere auf meinen Erfolg? Wenn es nicht gelingen sollte, wie schlimm wäre es denn wirklich?    
  • Fokus auf die Stärken meiner Ressourcen richten: Ich kann darauf Vertrauen, dass ich die nötigen Ressourcen (Stärken, Erfolge, Fähigkeiten) habe, um auch diese Situation mit ihren Herausforderungen zu bewältigen. Worauf kann ich dabei vertrauen? Was habe ich schon Alles geschafft? Wie und mit welchen Mitteln habe ich dies erreicht? 
  • Den Blick auf das Positive richten: Ich kann meinen Blick vom Negativen weg, hin auf das Positive richten. Was ist das Gute an der Situation? Wozu ist das gut? Was kann ich daraus lernen? Welchen Sinn finde ich in der Situation?
  • Distanzieren und die Situation relativieren: Wie werde ich in einem einem oder zwei Jahren darüber denken? Was ist noch wichtiger für mich? Was würde ein befreundeter Kollege/-in, mir in der Situation sagen? Was würde ich Selbst einem Freund/einer Freundin in der Situation raten?

Dritter Boxenstopp: Was macht für Sie eigentlich ein gelungenes, erfülltes und glückliches Leben aus?

Einladung: Denken Sie - gerade an Weihnachten und zum Jahreswechsel - einmal darüber nach:

  • Was macht eigentlich für Sie ein gelungenes, erfülltes und glückliches Leben aus?
  • Was gehört für Sie unbedingt dazu?
  • Auf was könnten Sie auch verzichten?

Die positive Psychologie benennt uns hierzu fünf Bereiche, die Menschen benennen, wenn man Sie nach einem glücklichen Leben befragt: 

  • Positive Gefühle/Emotionen (sich gut fühlen, optimistisch sein, sich freuen, dankbar sein...)
  • Engagement (für eine Sache brennen, in den Flow kommen, ein Hobby haben…)
  • Positive soziale Beziehungen (sich mit anderen Menschen verbunden, sich zugehörig fühlen)
  • Sinn und Bedeutung erleben (zu etwas Größerem gehören, z.B. einer Hilfsorganisation, einer Gemeinschaft)
  • Ziele haben, Leistung erbringen und Erfolge feiern

(in  Anlehnung an das PERMA-Modell nach Martin Seligmann)


Vierter Boxenstopp: Die eigene Selbstfürsorge fördern und stärken

Die Achtsamkeit für sich Selbst  - die eigene Selbstfürsorge fördern und stärken

 

Stellen Sie sich hierfür einmal Selbst die Frage: Wie gehe ich eigentlich mit mir selbst um?

 

Einladung:

  • Nehmen Sie über einen längeren Zeitraum hinweg einmal bewusst wahr, was Ihnen Selbst gut tut!
  • Welche positiven, schönen oder angenehmen Erlebnisse haben Sie in diesem Zeitraum gemacht? (z.B. von Mitte Dezember bis Mitte Januar)  

            Tipp: Notieren Sie sich Ihre Erlebnisse schriftlich in eine Art Tagebuch!

 

 


Sie möchten hierfür gerne eine Anleitung und Vorlage. Dann laden Sie sich mit dem Button unten eine kostenlose Vorlage herunter.

Fünfter Boxenstopp: Wie eine positive Lebenshaltung und ein Perspektivenwechsel dazu beitragen, ihre Arbeit leichter, erfolgreicher und kreativer zu steuern.

Der 2. Teil dieses BLOG erscheint Mitte Januar 22: Hier erfahren Sie, wie es Ihnen gelingt durch ein positive Haltung und einen Perspektivenwechsel Fehler, die im Arbeitsbereich gemacht wurden, aber auch anstehende Veränderungen leichter, konstruktiver und erfolgreicher zu steuern!

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Mitgliedschaften

Deutsche Gesellschaft für Supervison (DGSv)
B.F.B.M. Bundesverband der Frau in Business und Management e.V.

 


Gudrun Grünweller-Hofmann, Diplom-Pädagogin, Supervisorin/Coach (DGSv)

Bucheckernweg 30 | 51109 Köln | Tel.: 0221/8807520 | Mobil:+49 175 1837518 | E-Mail: info@gruenweller.de


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