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Durch Perspektivenwechsel leichter, kreativer und erfolgreicher ins neue Jahr

Das letzte Jahr war Corona bedingt für Viele herausfordernd, anspruchsvoll und schwierig, geschäftlich wie privat. Starten Sie gerade deshalb mit einer positiven Haltung in das neue Jahr. 

Hierzu lade ich Sie in diesem BLOG Beitrag zu einem fünften Boxenstopp ein. (Die Boxenstopps 1-4 finden Sie in meinem vorangegangenem BLOG Beitrag vom 02. Dezember 21)

Und hier zum versprochenen fünften Boxenstopp, insbesondere für Leitungskräfte:

 

Lassen Sie sich bei diesem Boxenstopp bewusst auf die Idee eines persönlichen Perspektivenwechsels ein.

 

Mit einem veränderten Blickwinkel und einer positiven Haltung starten Sie und ihre Mitarbeitenden leichter, erfolgreicher und motivierter nach der Weihnachtspause in das Jahr 2022. 


Übung für ein kreatives und zukunftsgerichtetes Leitungshandeln

Einladung: Ich möchte Sie einladen, sich gedanklich auf einen inneren Perspektivenwechsel einzulassen:

 

1. Nehmen Sie hierfür bitte im ersten Schritt einen kurzen, inneren Perspektivenwechsel vor und fragen Sie sich hierfür zunächst:

Was muss ich "paradoxer Weise" als Leitungskraft tun, um den Stress/die Überlastung für mich selbst und meine Mitarbeitenden, noch weiter zu steigern?

 

2. Danach wechseln Sie dann bitte in einem zweiten Schritt erneut ihre Perspektive und fragen sich:

Wie kann ich stattdessen, mit einer positiveren und auf die Zukunft gerichtete Haltung, durch nur kleine Änderungen, Verbesserungen erzielen, damit die Ziele leichter, kreativer und stressfreier erreicht werden können?


Vier exemplarische Situationen aus dem Leitungsalltag:

Probieren Sie diesen Perspektivenwechsel beispielhaft an vier typischen Leitungssituationen einmal aus:

 

Erste Situation: Die Jahresauswertung 2021 und die Neuplanung für 2022 stehen an: Es geht darum, Bilanz zu ziehen, den eigenen Standort zu bestimmen, erreichte, wie nicht erreichte Ziele zu erörtern, Fehler/Versäumnisse zu benennen und entsprechende Veränderungen und Anpassungen für das neue Jahr vorzunehmen.

 

In der ersten, "paradoxen Perspektive" richten Sie ihren Fokus auf alle die unerledigten Dinge und fragen sich z.B. was Alles schlecht gelaufen ist und warum? Wollen Sie diesen Blickwinkel noch verstärken, fragen Sie unbedingt noch, wer schuld daran hat? Legen Sie für das neue Jahr fest, was auf keinen Fall mehr passieren darf. Kündigen Sie für den Fall weiterer Fehler oder Versäumnisse mit Sanktionen. Kontrollieren Sie zukünftig engmaschiger die Arbeit ihre Mitarbeitenden und lassen Sie sich in dichten, zeitlichen Abständen berichten.

 

Positiver Perspektivenwechsel: Nehmen Sie nun bitte einen inneren Perspektivenwechsel vor!

 

Gleiche erste Situation, nun aber mit einem positivem Perspektivenwechsel: 

In der zweiten "positiven Perspektive" richten Sie ihren Fokus, anders als in der ersten Situation, nun bewusst auf die Ziele, Ergebnisse, die Sie trotz der herausfordernden Situation mit ihren Einschränkungen, schon gemeinsam erreicht haben. Fragen Sie sich weiter, was sie nächstes Jahr noch angehen werden. Versuchen Sie mit konstruktiven, zukunftsgerichteten Fragen und einer positiven Haltung den Prozess zu steuern, wie z.B.:

  • Was lernen wir aus dem letzten Jahr?
  • Wozu machen wir das, was wir tun?
  • Für wen machen wir das? Wen unterstützen wir mit unserem Tun?
  • Können wir das noch besser?
  • Wie wird es sein, sich anfühlen, wenn uns dies nächstes Jahr noch besser gelingt?
  • Auf einer Skala von 1-10: Wo stehen wir jetzt in Blick auf unsere Ziele? Wo möchten wir hin?

Tipp: Lassen Sie dabei mit sich Selbst, aber auch mit ihren Mitarbeitenden, Güte walten. Zeigen Sie Verständnis dafür, wenn allzu ambitionierte Ziele, z.B. Corona bedingt, nicht voll erreicht werden konnten.


Zweite Situation: Veränderungen oder neue Projekte stehen an. Es geht darum, diese zu planen, umzusetzen, die Mitarbeitenden dabei einzubinden und zu motivieren.

 

In der ersten "paradoxen Perspektive" richten Sie ihren Fokus dabei unbedingt auf alle Widrigkeiten und Schwierigkeiten, die dabei entstehen können. Geben Sie den negativen Gedanken viel Raum. Diskutieren Sie möglichst breit mit Ihren Mitarbeitenden die vielen Einwände, die diese bezogen auf ein neues Vorhaben, Projekt oder eine anstehende Veränderung haben. Fragen Sie sich, warum etwas nicht geht!

 

Positiver Perspektivenwechsel: Nehmen Sie nun bitte einen inneren Perspektivenwechsel vor!

 

Gleiche zweite Situation, nun aber mit einer positiven Perspektive:

In der zweiten, "positiven Perspektive" öffnen Sie den Raum für Neues. (Das heißt nicht, dass Sie berechtigte Einwände nicht ernst nehmen, wertschätzen und prüfen sollten. Vielmehr sollen Sie sich selbst und ihr Team davor bewahren durch zu viele Einwände und Ängste sich selbst zu blockieren und zu demotivieren).

 

Mit Hilfe der neuen positiven Sichtweise konzentrieren sich stattdessen darauf, den Raum für neue, zukunftsgerichtete Lösungen zu schaffen. Stärken Sie Mut, Ideenreichtum und die Experimentierfreude ihrer Mitarbeitenden. Erlauben Sie dabei auch "Forschungsgeist" durch Experimente mit der Gefahr von Fehlern. Nutzen Sie diese für gemeinsames Lernen und die Weiterentwicklung. Auf diesem Weg gelingt es auch, dass Mitarbeitenden eher bereit sind die "eigene Komfortzone" zu verlassen und nach kreativen Wegen zu suchen. Und wenn wir eines von Corona lernen konnten: Ohne Forschungsgeist, Experimentierfreude, inklusiv der Gefahr des Scheiterns, gibt es auch keine neuen, zukunftsfähigen Ideen wie z.B. einen völlig neuen Impfstoff oder ein Medikament!

 

"I can do it": Wie können Sie als Leitungskraft unterstützende, zukunftsorientierte Fragen stellen?

  • Wie könnte es (trotzdem) gehen?
  • Warum probieren wir das nicht einfach einmal aus? 
  • Was müssten wir tun, damit dies gelingt?
  • Was könnten wir ganz neu oder anders denken?
  • Welche Chancen stecken darin? Was könnten wir gewinnen?
  • Wie bekommen wir das  Projekt/die Veränderung gut gestaltet?
  • Wenn es uns gelingen würde, was wäre dann anders/besser?
  • Wenn wir das Ziel erreichen, wie würde es sich dann anfühlen?

Tipp: Laden Sie ihre Mitarbeitenden doch einmal zu einem Ideenwettbewerb  hierzu ein!

 


Dritte Situation: Dauernder Termin- und Handlungsdruck, das Jahr beginnt wie das alte Jahr geendet hat.

Leitungskräfte und Mitarbeitende fühlen sich wie im Hamsterrad. Es fällt vielen schwer nach der Weihnachtspause die Arbeit wieder motiviert aufzunehmen. Sie alle hofften, dass es 2022 ohne Corona wieder normaler weitergeht. Leider werden Sie mit ihren Wünschen aber schon wieder ausgebremst. Dies führt bei Einigen zu Demotivation und Frustration.

 

In der ersten "paradoxen Perspektive" nehmen Sie diesen, von Ihnen selbst gespürten Druck mit und agieren mit folgender innerer Haltung: Zeit für Gespräche, Erklärungen und gemeinsame Aktionen mit Mitarbeitenden sind vor dem Hintergrund dieses Handlungs- und Zeitdruckes Zeitverschwendung. Schließlich sind Sie Manager oder Führungskraft und werden für andere Dinge bezahlt. Die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden müssen jetzt mal zurückstehen. Hier können Sie am ehesten noch etwas Zeit einsparen für die vielen anderen Aufgaben die drängen.

 

Positiver Perspektivenwechsel: Nehmen Sie nun bitte einen inneren Perspektivenwechsel vor!

 

Gleiche dritte Situation, nun aber mit positivem Perspektive:

Das Jahr soll unbedingt anders beginnen, als das letzte Jahr geendet hat. Planen Sie gerade in schwierigen Zeiten, ein Gespräch mit Ihren Mitarbeitenden ein. Dies gilt besonders, wenn Sie Hinweise darauf haben, dass diese verunsichert sind, Sorgen/Fragen haben oder Corona bedingt schon lange kein persönlicher Austausch mehr stattgefunden hat.

 

Das Ernst  und Zeit nehmen für Mitarbeitende zeugt von Anerkennung, Wertschätzung und reduziert Stress. Oft bewirkt und motiviert ein solches Gespräch mit der Bereitschaft wirklich zuzuhören, stärker als das  gemeinsame Glühwein trinken auf dem Weihnachtsmarkt. Übrigens führt ein gutes Gespräch auch bei der Leitungskraft selbst oft zur Erleichterung , einem besseren Gefühl und somit auch zur Stressreduktion.

 

Eine vertrauensvolle, konstruktive Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden ist das "Schmiermittel", um motiviert, erfolgreich und Zielgerichtet zu arbeiten. Diese Zeit ist gut investiert und spart am Ende Zeit, die ansonsten durch Unklarheit, Nachfragen, Fehler oder Missverständnisse gebraucht wird oder im schlimmsten Fall  Mitarbeitende langfristig frustriert, zum Dienst nach Vorschrift oder einem "Burn-out" führen.

 

TIPP: Auf eine gute Verbindung achten.

 

Achten Sie, insbesondere unter Corona Bedingungen, noch mehr als sonst, dass Sie mit ihren Mitarbeitenden in Verbindung bleiben.

 

Dies ist bei der Arbeit in Präsenz-Form wichtig und wird bei der Arbeit in hybriden Formen bzw. nur im Homeoffice noch bedeutsamer!

 

Vereinbaren Sie feste Gesprächstermine und entwickeln Sie Sensibilität für die Sorgen, Probleme, den Informations- und Unterstützungsbedarf ihrer Mitarbeitenden. Hierzu gehört auch regelmäßiges Feedback, die Thematisierung entsprechender Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. 

 

 


Vierte Situation: Arbeitskultur und -klima, da bin ich raus!

In der ersten "paradoxen Perspektive" halten Sie dieses Thema für überbewertet. Sie halten es eigentlich für überflüssig, Ihren Mitarbeitenden eine wertschätzende Rückmeldung, ein Dankeschön für die geleistete Arbeit im letzten Jahr zu geben. Schließlich ist das ja Ihr Job! Und wer dankt Ihnen eigentlich als Leitungskraft?

 

Positiver Perspektivenwechsel: Nehmen Sie nun  bitte einen inneren Perspektivenwechsel vor!

 

Gleiche vierte Situation, nun aber mit positivem Perspektivenwechsel: 

Auf Ihre (innere) Haltung als Leitungskraft kommt es an! Beenden Sie das Jahr möglichst mit einer positiven Haltung. Bedanken Sie sich bei den Mitarbeitenden für die geleistete Arbeit und äußern Sie sich zuversichtlich in Blick auf das neue Jahr und die anstehenden Projekte. Nicht nur Pflegekräfte brauchen Beifall, auch andere Mitarbeitende waren in diesem Corona Jahr mehr gefordert als sonst!


Sie haben es vor Weihnachten tatsächlich vergessen?

 

Tipp: Dann holen Sie es nach. Auch der Beginn des neuen Jahres ist ein guter Zeitpunkt für einen kurzen Rückblick, eine Rückmeldung, die

Anerkennung der geleisteten Arbeit, den mutigen gemeinsamen Bick nach vorne und insbesondere für ein aufrichtiges

 

 Dankeschön!


Warum ist der Perspektivenwechsel und eine positive Haltung gerade jetzt so wichtig?

Gerade im neuen Jahr drohen erneut Corona bedingte Zusatzbelastungen: Homeoffice, Kinderbetreuung, Um- und Neuplanungen, Ausfälle von Veranstaltungen, Gehaltseinbußen bei Selbstständigen oder Kurzarbeit bei Angestellten, noch mehr Überstunden durch den Ausfall von Kollegen/-innen... Dies Alles, soll und muss bewältigt werden, obwohl es kaum Zeit gab, diese Energiereserven wieder richtig aufzuladen.

 

Den Mitarbeitenden den Rücken stärken: Statt Mitarbeitende durch "Angst- und Drohszenarien" weiter zu verunsichern, sollten Sie diese stärken. So senken Sie den Stress und Ihre Mitarbeitenden bleiben arbeitsfähig und motivierter. Auch Sie als Leitungskraft profitieren von einem positiven, zuversichtlichen Blick deutlich mehr, als wenn Sie Stress, Hektik, Sorgen und die damit verbundenen schlechten Gefühle in das neue Jahr mitnehmen!

 

"Always Look on the Bright Side of Life": Zugegeben dies ist nicht immer leicht und gerade sogar richtig schwer! Statt aber den ganzen Tag über Alles zu schimpfen, was gerade nicht rund läuft, versäumt wurde oder schrecklich, aber nicht änderbar ist, konzentrieren Sie sich stattdessen lieber auf die positiven und änderbaren Dinge. Stärken Sie Ihre eigene, aber auch die Resilienz und Energiereserven ihrer Mitarbeitenden. Nur so können Sie gemeinsam diesen "Langstreckenmarathon" gewinnen. 

Tipp: Hilfreiche Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Kann ich an der Situation etwas ändern?
  • Trägt mein Ärger dazu bei, dass ich mich so fühle, wie ich mich gerne fühlen möchte?
  • Wäre es nicht besser, ich lenke meinen Blick bewusst auf alles Erfreuliche, Gelungene und Wesentliche?
  • Wie kann ich durch Förderung von Kreativität und den Einbezug meiner Mitarbeitenden neue Ideen und Lösungswege finden? 
  • Durch was kann ich meine Mitarbeitenden stärken?
  • Achte ich bewusst auf positive Emotionen und Beziehungen?

Final Text

Auch Sie als Leitungskraft haben, ähnlich ihres Smartphones, einen Akku, der in regelmäßigen Abständen wieder aufgeladen werden muss. Dies gilt besonders für schwierige Zeiten, die viel Energie verbrauchen. Gönnen Sie sich also selbst, aber auch ihren Mitarbeitenden, immer wieder "kleine Auszeiten" zum Aufladen.

 

TIPP: Bringen Sie sich als Führungskraft selbst in einen positiven Zustand und treiben Sie ausreichend Selbstfürsorge. Sie strahlen nur das aus und können auch nur das überzeugend vermitteln, was Sie für sich Selbst als innere Haltung bereits integriert haben. 

 

Hier noch eine Anregung zum Schluss: Bedanken Sie sich doch einmal bei sich Selbst oder ihren Mitarbeitenden mit einer nützlichen Unterstützung in Form eines bezahlten (Kurz)-Coachings (bereits ab drei Stunden) oder eines Stresspräventionstrainings. Dies trägt dazu bei Stress zu reduzieren, die eigene Resilienz zu stärken, eine neue Fokussierung zu ermöglichen und einem "Burn-Out" vorzubeugen. Aber auch nur eine nette Geste, ein Dankeschön trägt bereits dazu bei, Emotionen zu regulieren.

 

Neue Energie tanken?

 

Sie möchten im neuen Jahr etwas verändern und wünschen sich Unterstützung für sich Selbst, ihr Team oder ihre Mitarbeitenden durch ein Coaching oder eine Supervision?

 

Dann melden Sie sich gerne bei mir unter: info@gruenweller.de

Stichwort: Coaching

 

 

 

Mitgliedschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Supervison (DGSv)
  • Coaching Club 

 


Gudrun Grünweller-Hofmann, Diplom-Pädagogin, Supervisorin/Coach (DGSv)

Bucheckernweg 30 | 51109 Köln | Tel.: 0221/8807520 | Mobil:+49 175 1837518 | E-Mail: info@gruenweller.de


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